Newsarchiv





Konsumpotenzial in Deutschland 2012

GfK-Studie zur Kaufkraft
Nürnberg, 13. Dezember 2011


Im Jahr 2012 werden die Deutschen nominal rund 400 Euro pro Kopf mehr für ihre Ausgaben zur Verfügung haben als im Jahr 2011.

Das zeigt die Studie „GfK Kaufkraft Deutschland 2012“ der GfK GeoMarketing. Dieser Zuwachs dürfte jedoch durch steigende Preise fast vollständig aufgezehrt werden. Die Konsumpotenziale der Verbraucher sind regional sehr verschieden. Als kaufkraftstärkstes Bundesland wird Bayern vom Stadtstaat Hamburg abgelöst.

GfK GeoMarketing prognostiziert für das kommende Jahr 2012 eine Kaufkraftsumme der Deutschen von insgesamt 1.636,2 Milliarden Euro.
Jedem Bundesbürger werden demnach im Durchschnitt 20.014 Euro für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten zur Verfügung stehen.

GfK GeoMarketing geht davon aus, dass die Kaufkraft im Prognose-zeitraum 2012 aufgrund der zu erwartenden positiven Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung um 2 Prozent wachsen wird.
Das entspricht 413 Euro pro Kopf und bundesweit einem Plus von 32,8 Milliarden Euro gegenüber dem Jahr 2011.

Die reale Kaufkraft der Deutschen wird im kommenden Jahr jedoch stagnieren.
Die Bundesbank prognostiziert derzeit eine Inflation von 1,8 Prozent. Das gleicht das nominale Wachstum der Kaufkraft nahezu wieder aus. Die Wachstumschancen für die Wirtschaft, insbesondere des Einzelhandels, hängen damit weiterhin direkt von einem guten Konsumklima, also der Stimmung und dem Vertrauen der Konsumenten ab.

Bundesländer: Hamburg überholt Bayern

Die drei Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sind in diesem Jahr die Gewinner auf der Ebene der Bundesländer, da sie die deutlichste Veränderung des Indexwerts gegenüber dem Vorjahr verzeichnen können.

Die Einwohner Bremens und Hamburgs werden im kommenden Jahr durchschnittlich 18.684 Euro beziehungsweise 21.985 Euro Kaufkraft pro Kopf besitzen. Aufgrund dieser Tatsache hat erstmalig seit 2007 nicht mehr Bayern, sondern Hamburg die Spitzenposition unter den Bundesländern inne.

Die Hälfte der 25 Kreise mit der im bundesweiten Vergleich höchsten Kaufkraft liegen in Bayern. Die kaufkraftstärksten ostdeutschen Landkreise befinden sich alle in Brandenburg. Es handelt sich um den Landkreis Potsdam-Mittelmark auf Rang 165 (19.898 Euro pro Kopf), den Stadtkreis Potsdam auf Rang 187 (19.575 Euro pro Kopf) sowie den Landkreis Oberhavel auf Rang 241 (18.941 Euro pro Kopf).

  

Stadtkreise im Kaufkraftvergleich

Die zehn kaufkraftstärksten Kreise sind – mit Ausnahme von München und Erlangen – allesamt Landkreise. Denn die durchschnittliche Kaufkraft in Großstädten wird beispielsweise durch den hohen Anteil von jungen Menschen wie Studenten mit geringerem Einkommen gesenkt.

Die einkommensstärkeren Bevöl-kerungsschichten hingegen be- vorzugen häufig die Wohngebiete außerhalb der Städte. Werden nur die 111 Stadtkreise aller 412 Kreise analysiert, ergibt sich folgendes Bild:

Die fünf kaufkraftstärksten Städte sind München (Index: 137,2) Erlangen (Index: 125), Düsseldorf (Index: 120,9) Baden-Baden (Index: 119) und Frankfurt am Main (Index: 117,5) mit einer Kaufkraft von 27.464 Euro bis 23.510 Euro pro Kopf.
Am anderen Ende befindet sich – trotz einer deutlichen positiv prognostizierten Entwicklung – die Stadt Bremerhaven mit 16.439 Euro pro Kopf (Index: 82,1), gefolgt von Wismar (Index: 82,7) und Halle an der Saale (Index: 83,6), Brandenburg an der Havel (Index: 83,9) und Stralsund (Index: 84,2).

Kaufkraftentwicklungen

Bei der Betrachtung der Entwicklung des Indexwerts im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich, dass sich unter den zehn Kreisen mit der höchsten positiven Veränderung sechs bayerische Kreise befinden, angeführt von Starnberg, Garmisch-Paten-kirchen und Miesbach.

Unter den Top 25 mit der höchsten positiven Veränderung befindet sich lediglich ein ostdeutscher Kreis, der Stadtkreis Potsdam, der um 25 Plätze auf Rang 187 klettert. Die meisten Plätze hat im Vergleich zum Vorjahr Bremen gut gemacht. Die Hansestadt klettert von Platz 252 um 33 Plätze nach oben auf Platz 219.

Zur Studie: Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort.
Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselb-stständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeits-losengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet.

Von diesem verfügbaren Einkommen werden alle Ausgaben eines Verbrauchers wie Lebenshaltungs-kosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen beglichen. Folglich bedeutet ein nominaler Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen real mehr Geld zur Verfügung steht, wenn die aufgeführten Ausgaben steigen.

Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass die Kaufkraft einer Region ein Durchschnittswert der dort lebenden Bevölkerung ist und nichts über die Kaufkraft einzelner Individuen, die Kaufkraft je Haushalt oder über die dahinter liegende Einkommensverteilung und damit die Schere zwischen "arm" und "reich" aussagt.

 

Basis der Berechnung sind neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistun- gen sowie Prognosewerte der Wirt- schaftsinstitute.
Die Kaufkraft für Deutschland wird seit 1937 von der GfK berechnet. Die GfK Kaufkraftdaten für das neue Jahr sind jeweils zum 1. Januar für alle deutschen Stadt- und Landkreise, für alle Gemeinden und Postleitzahlen-gebiete sowie für 2,6 Millionen Straßenabschnitte verfügbar.

Die in der Pressemeldung genannten Vergleichszahlen zum Jahr 2011 beziehen sich auf revidierte Werte. Für das Jahr 2011 wurde zum Ende des Jahres 2010 eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 19.684 Euro prognostiziert.

Zum Jahresende 2011 liegen tatsächliche Inflationsraten und Zahlen zur Lohnentwicklung vor, so dass nun eine revidierte Summer von 19.601 Euro im rechnerischen Bundesdurchschnitt für 2011 ausgewiesen wird. Für das Jahr 2012 wird von diesem revidierten Wert ausgehend bundesweit mit einer nominalen, das heißt nicht inflationsbereinigten, Steigerung von 2 Prozent gerechnet. Die Entwicklung der Kaufkraft der einzelnen Regionen ist aber von vielfältigen Faktoren abhängig – etwa der Entwicklung des regionalen Arbeitsmarkts und der Bevölkerungsstruktur.

Weitere Informationen:

Cornelia Lichtner, GfK GeoMarketing, +49 7251 9295-270,

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder unter www.gfk-geomarketing.de/kaufkraft.

Bildmaterial in Druckauflösung können Sie unter www.gfk-geomarketing.de/kaufkraft-2012 herunterladen.

Zur GfK Gruppe

Die GfK Gruppe bietet das grundlegende Wissen, das Industrie, Handel, Dienstleistungsunternehmen und Medien benötigen, um Marktentscheidungen zu treffen. Ihr umfassendes Angebot beinhaltet Informations- und Beratungsservices in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Weltweit ist die GfK, eines der führenden Marktforschungsunternehmen, in mehr als 100 Ländern aktiv und beschäftigt über 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,29 Milliarden Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.
Twitter: www.twitter.com/gfk_gruppe

V.i.S.d.P.

GfK SE, Corporate Communications

Marion Eisenblätter

Nordwestring 101

90419 Nürnberg

Tel. +49 911 395-2645

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
____

Quelle: GfK-Pressemitteilung

 


VERÖFFENTLICHUNG DES IVD IMMOBILIENPREISSPIEGELS 2011

für Wohn- und Gewerbe-Immobilien in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Leipzig, 22.09.2011

Immobilienmarkt zieht an

Die Mieten in Sachsen und Sachsen-Anhalt steigen vor allem in den Großstädten leicht an. In mittelgroßen und kleineren Städten lässt sich dieser Trend nicht beobachten. Hier blieben die Preise im vergangenen Jahr stabil. Bei den Laden und Büromieten zeigt sich hingegen ein differenzierteres Bild. Je nach Stadt und Lage gibt es teils deutliche Unterschiede. Deutlich feststellbar ist aber, dass immer mehr Menschen Immobilien als sichere Wertanlage für sich entdecken und zunehmend bereit sind, für ein entsprechendes Angebot auch einen höheren Preis zu akzeptieren. Dies geht aus dem aktuellen Preisspiegel des Immobilienverbands Deutschland Mitte-Ost (IVD Mitte-Ost) hervor. Das Zahlenwerk erfasst die Marktentwicklungen der Immobilienbranche in insgesamt 25 Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts.

Mietmarkt mit Trend nach oben

Bei der Hälfte der ausgewerteten Städte registrierten die Immobilienexperten des IVD Mitte-Ost eine Steigerung bei den Mieten. Wohnungen mit einfachem Wohnwert und einer Fertigstellung bis 1948 werden ebenso teurer wie Wohnungen mit einer Fertigstellung nach 1949 festzustellen. Neugebaute Wohnungen mit gutem Wohnwert verzeichnen hingegen ein gleichmäßiges Preisverhältnis. Allerdings sollten auch hier Mieter in naher Zukunft nicht mit fallenden Werten rechnen.
„Die Verknüpfung von Arbeiten, Wohnen und Leben, die gute Infrastruktur und vor allem die besseren beruflichen Perspektiven lassen die Attraktivität von mittelgroßen und Großstädten offenbar deutlich ansteigen. Auch die stabile Wirtschaftslage trägt dazu bei, dass weitaus weniger Menschen ihre Arbeit verloren haben, als befürchtet“, schätzt Karl-Heinz Weiss ein.

Der Regionalvorsitzende des IVD Mitte-Ost resümiert: „Größere Umzugswellen in kostengünstigere Wohnungen und weniger begehrte Lagen blieben aus. Für den hiesigen Immobilienmarkt bedeutet das eine Stabilisierung. Die meisten mittelgroßen Städte verzeichnen im Durchschnitt stabile bis leicht steigende Werte.“ Zudem sei feststellbar, dass offenbar nicht mehr in allen Ausstattungsklassen und Lagen ausreichend Angebot vorhanden ist. Weiss: „Die Preise ziehen daher leicht an. Vor allem bei den sächsischen Großstädten Chemnitz, Dresden und Leipzig wird dies deutlich. In Sachsen-Anhalt folgt Magdeburg dem Trend, während in Halle die gleichen Preise wie im Vorjahr aufgerufen werden.“
Auch die Spitzenmieten stiegen mehrheitlich. „Die Bereitschaft für etwas Hochwertiges einen angemessenen Preis zu bezahlen, ist scheinbar sehr ausgeprägt. Offensichtlich ist das Angebot mittlerweile kleiner als die Nachfrage“, so Weiss. Die höchste Spitzenmiete wird nach wie vor in Leipzig gezahlt. In absoluten Toplagen werden hier bis zu 10,00 Euro pro Quadratmeter verlangt. ...
...
Baugrundstücke und Häuser werden teurer

Baugrundstücke für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und fertige Eigenheime sowie Reihenhäuser sind im vergangenen Jahr stabil geblieben beziehungsweise teurer geworden. In nahezu allen Wohnlagen gehen in zahlreichen Städten die Preise nach oben. „Das zeigt, wer es sich leisten kann, nutzt die noch
günstigen Bauzinsen aus und profitiert zudem von einer sicheren Wertanlage. Dieser Trend wird vermutlich in naher Zukunft auch noch so anhalten“, schätzt Karl-Heinz Weiss ein. Selbst in kleineren und mittleren Städten schwächt sich die Abwanderung in die Metropolen weiter ab. Ein Absinken der Grundstückspreise ist in diesem Jahr im Vergleich zu 2010 nicht feststellbar. Durchschnittlich schwankt der Kaufpreis pro Quadratmeter für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser je nach Lage zwischen 25 und 190 Euro pro Quadratmeter.
Die Preisentwicklungen in den Großstädten gestalten sich nahezu gleich. Als teuerste Metropolen stechen Dresden und Leipzig hervor. Weiss: „Die sächsischen Städte sind in diesem Jahr mit Quadratmeterpreisen von bis zu 280 Euro am kostenintensivsten.“ In Sachsen-Anhalt erlebt Magdeburg einen Preisanstieg in den sehr guten Wohnlagen. Die Preise reichen hier bis zu 145 Euro pro Quadratmeter heran. Im Vergleich dazu werden in Halle, welches stabile Werte meldet - höhere Grundstückspreise verlangt. Die meisten Grundstückspreise für Mehrfamilienhäuser sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben – ein Trend, der inzwischen seit vier Jahren anhält Die Quadratmeterpreise bewegen sich je nach Wohnlage zwischen 25 und 800 Euro. Dies zeigt wie vielschichtig der Markt aufgestellt ist. ...

...
Eigentumswohnungen werden stärker nachgefragt

Die Entwicklungen auf dem Markt der Eigentumswohnungen unterscheiden sich regional stark. Je nach Kommune und Wohnlage gestalten sich die Preise sehr unterschiedlich. Vielerorts kann man – gerade in den weniger begehrten Gegenden – eine preiswerte Eigentumswohnung erwerben. Eine gute Offerte für Selbstnutzer. „Generell lässt sich sagen, dass bis auf wenige Ausnahmen die Preise entweder stabil oder sogar gestiegen sind. Hier zeigt sich, dass die Menschen die Immobilie zunehmend als sichere Kapitalanlage schätzen und ihr Geld gut angelegt wissen wollen. Aus diesem Grund verzeichnet mehrheitlich gerade das Segment Bestandsimmobilie mit sehr gutem Wohnwert ein klares Plus“, sagt Karl-Heinz Weiss.
So werden beispielsweise für eine Drei-Zimmer-Wohnung im Bestand mit 80 Quadratmeter und sehr gutem Wohnwert mittlerweile in Dresden Spitzenwerte von 1.950 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Wer seine Eigentumswohnung mit gleichen Ausstattungsmerkmalen lieber in einem Neubauobjekt haben möchte, zahlt in Leipzig mit 2.650 Euro pro Quadratmeter das Meiste. Die anderen Städte bewegen sich bei sehr gutem Wohnwert im Bestand in einer Spanne zwischen 220 und 1.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche sowie bei Neubau zwischen 875 und 2.450 Euro pro Quadratmeter.
Weiss: „Generell gilt: Eigentumswohnungen sind insbesondere in den mittelgroßen Städten in den entsprechenden Lagen durchaus eine Investition wert. Für vergleichsweise moderate Kosten ist ein sehr guter Wohnwert in hervorragenden Lagen zu bekommen.“

Gewinnoptionen bei Renditeobjekten stabil

Während die Gewinnoptionen von Renditeobjekten bei Verkauf im Vorjahr stabil waren, zeigt sich in diesem Jahr ein leicht veränderter Markt. Viele Städte melden eine differenzierte Situation, dennoch ist der Markt nach wie vor für den Käufer sehr interessant. Vor allem gebietsbedingte Unterschiede haben einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung der Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr. Die Schwankungen bewegen sich aber in kleinem Rahmen und betragen meist ein oder zwei Prozentpunkte.

Durchwachsene Aussichten

Für dieses und nächstes Jahr schätzen die IVD-Mitglieder die Situation am jeweiligen Berichtsort als stabil und mehrheitlich auf einem guten bis mittleren Niveau. Differenzierter zeigt sich das Bild, wenn es darum geht, die nächsten fünf Jahre einzuschätzen. Weiss: „Gerade mittelgroße Städte werden aller Wahrscheinlichkeit in Zukunft an Attraktivität verlieren.“
In den Großstädten Chemnitz, Dresden, Halle, Leipzig und Magdeburg wird sich nach den Vorhersagen der Immobilienmarkt in den nächsten fünf Jahren gut entwickeln. Auch für eine Reihe mittelgroßer Städte sind die Aussichten gut bis sehr gut. Die Leerstandsquoten bei Wohnungen in den Großstädten werden auch in Zukunft weiter rückläufig sein. ... [Ende Auszug]

Pressemitteilung - Quelle:
Immobilienverband Deutschland IVD
Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter
und Sachverständigen Region Mitte-Ost e.V.
"Businesspark Leipzig"
Maximilianallee 4
04129 Leipzig



Dienstag, 22. November 2011
(Sächsische Zeitung - online)

Landeshauptstadt verzeichnet im Herbst neuen Zuzug-Rekord

Im September und Oktober zogen 8.312 Menschen nach Dresden. Auch für Ausländer wird die Elb-Metropole immer attraktiver. Nach Dresden sind im September und Oktober 8.312 Menschen gezogen. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 837 oder elf Prozent mehr.

Zwar ziehen im Herbst vor allem aufgrund des beginnenden Ausbildungsjahres in Betrieben und Hochschulen generell mehr Menschen in die Landeshauptstadt Sachsens als in den anderen Jahreszeiten - der Anteil am jährlichen Gesamtzuzug liegt im September und Oktober bei knapp 30 Prozent. Der diesjährige Zuwachs wird aber nicht zuletzt der TU Dresden zugeschrieben, die verstärkt um Studierende wirbt.

Ein neuer Rekord ist auch beim Zuzug aus dem Ausland zu vermelden. In den beiden Monaten kamen 1.785 Ausländer nach Dresden, im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum noch 1.380. (szo)

 



Mittwoch, 28. September 2011
(Sächsische Zeitung - Auszug)

Wohnen in guter Lage wird deutlich teurer
Von Bettina Klemm

Die Nachfrage steigt schneller als das Angebot

 

In Dresden nimmt die Zahl der Haushalte ständig zu. Das liegt am Bevölkerungswachstum seit der Jahrtausendwende, an einem verstärkten Zuzug und an der Tatsache, dass es immer mehr Singlehaushalte gibt. Ende vergangenen Jahres gab es 39000 Haushalte mehr als 2000. "Aber der Wohnungsbestand ist seit 2000 nur um 0,3 Prozent gewachsen", sagt Kris Kaufmann von den Linken. Das wiederum führt dazu, dass Vermieter bei Neuvermietung die Preise erhöhen können. In der Folge steigen dann die Angaben im Mietspiegel, und das wiederum führt dazu, dass auch Bestandsmieten steigen.

Wohnungsabriss hat Leerstand deutlich gesenkt

Die Stadt gibt den Leerstand mit knapp zehn Prozent an. Doch die Hälfte davon seien Ruinen, warnt Mietervereinschef Peter Bartels. Nimmt man die natürliche Fluktuation hinzu, betrage der Leerstand nur noch zwei bis drei Prozent. Über Jahre habe Wohnungspolitik in Dresden gleich Abriss bedeutet, kritisiert Kaufmann. Ihre Fraktion fordert deshalb den Stopp selbst beschlossener Abrissprojekte. "Wenn wir Wohnungen abreißen, werden wir zu zusätzlichen Preistreibern", warnt Kaufmann.

Dresdens Wohnungsmarkt hält hingegen Karl-Heinz Weiss vom Immobilienverband Deutschland (IVD) für gesund. Allerdings schätzt auch er ein, dass die Nachfrage stärker als das Angebot wachse. "Seit eineinhalb Jahren steigen die Mieten, aber von Wohnungsnot kann man nicht sprechen, bestenfalls bei großen und hochwertigen Wohnungen", sagt er.

Wohnungsbau kommt in der Stadt wieder in Schwung

Zur Expo-Immobilienmesse in München wirbt Dresden für den Wohnungsneubau. Die Stadt verfügt über ein großes Baulandkataster. Zugleich bietet sie lukrative Flächen für den Wohnungsbau auch in der Innenstadt an. Die Stadt setzt dabei auf private Bauherren.

Neues Wohnungskonzept für Dresden gefordert

Das Dresdner Wohnungskonzept stammt aus dem Jahr 1993. Seither hat sich der Markt allerdings total verändert, die Stadt hat zudem die kommunalen Wohnungen verkauft. Deshalb fordern die Linken im morgigen Stadtrat, dass ein neues Wohnkonzept erarbeitet werden soll. Preiswertes Wohnen besonders für Familien innerhalb der Stadt zu sichern, fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat. Die CDU sorgt sich mit ihrem Antrag verstärkt um die Wohnsituation älterer Dresdner.



28.9.2011

Sachsens Wirtschaft weiter im Aufwind

Kamenz. Sachsens Wirtschaft ist weiter im Aufwind. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Halbjahr 2011 um 3,8 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch mit. Der Freistaat blieb damit nur geringfügig hinter dem Bundesdurchschnitt von 3,9 Prozent zurück.

Maßgeblich bestimmt wurde die Entwicklung durch Zuwächse im Produzierenden Gewerbe, die vor allem aus dem Verarbeitenden und dem Baugewerbe kamen. Auch im Dienstleistungsbereich gab es ein geringes Plus. Das BIP steht für den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb der Landesgrenzen produziert werden. Angaben zum Volumen können nicht gemacht werden, sagte eine Sprecherin der Behörde der Nachrichtenagentur dpa.

Damit sei die Wirtschaft so stark wie im Boom-Jahr 2006 und im ostdeutschen Vergleich überdurchschnittlich gewachsen, sagte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). Motor sei die Industrie - mit Zuwächsen vor allem Branchen wie die Metallerzeugung und -bearbeitung, der Maschinenbau, die Produktion von Autos und Kfz-Teilen sowie im Bau. "Die Auftragsbücher der Industrie sind gut gefüllt, die Aussichten für Sachsen bleiben ordentlich." (dpa)

Sächsische Zeitung v. 28.09.2011



19.05.2011

Abschied von den letzten Ladenhütern

 

Wegen der steigenden Nachfrage nach Wohnraum werden jetzt auch Immobilien verkauft, die lange keiner wollte. Doch die Nachfrage ist höher.

Mehr als ein Jahrzehnt hatte das Liegenschaftsamt versucht, das Haus an der Königsbrücker Straße 119 zu verkaufen. „Jetzt haben wir es noch einmal in unseren aktuellen Verkaufskatalog aufgenommen und können nun gleich mit mehreren Interessenten über den Verkauf verhandeln“, sagt Liegenschaftsamtsleiter Norbert Olbrich. Auch das benachbarte Gebäude Königsbrücker 117a findet plötzlich Abnehmer. In beiden Immobilien hatten bis Mitte der 1990er-Jahre das städtische Liegenschaftsamt und das Amt zur Regelung offener Vermögensfragen ihren Sitz. Olbrich ist überrascht, zu allen 30 Angeboten von Baugrundstücken, Schulen, Wohn- und Geschäftshäusern haben sich diesmal Interessenten gemeldet. So ein großes Interesse an städtischen Immobilien habe es noch nie gegeben.

Dresdner Markt wächst gegen den Trend

In Dresden wachsen die Einwohnerzahlen. „Alle Untersuchungen gehen in den nächsten Jahren von weiterhin steigenden Einwohnerzahlen aus. Auch die Zahl der Single-Haushalte steigt“, schätzt Stefan Rischke, Geschäftsführer bei Engel&Völkers Commercial Dresden, ein. Damit wachse auch die Nachfrage nach Wohnungen. Im Vergleich zum Umland und zu den meisten anderen sächsischen Städten bilde Dresden eine Ausnahme.

Erstmals seit 2004 mehr Wohnungen gebaut

Gab es 1990 noch 30000 leer stehende Wohnungen in der Stadt, so sollen es heute nur noch 4600 sein. In gefragten Lagen ist die Nachfrage bereits größer als das Angebot. So ist der Druck auf den Wohnungsmarkt deutlich gestiegen.

Nach Angaben der Stadt gibt es in Dresden derzeit 293000 Wohnungen. 545 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr neu errichtet, das waren 65 mehr als im Vorjahr. Erstmals seit 2004 ist die Zahl der Wohnungen in der Stadt wieder gestiegen. Doppelt so viele Wohnungen müssten jedoch errichtet werden, um das bisherige Niveau zu halten, schätzt Mietervereins-Vorstand Peter Bartels ein. Ist der Leerstand geringer, steigen die Mieten. Gerade im vergangenen Jahr hat es einen neuen Sprung gegeben. Immobilienfachmann Rischke geht davon aus, dass die Mieten in der Stadt in den nächsten fünf Jahren um 15 bis 20 Prozent steigen.

Nachfrage ist derzeit höher als das Angebot

Neben Neubauten sind besonders Wohn- und Geschäftshäuser begehrt. „In Dresden wurden im vergangenen Jahr rund 500 dieser Immobilien mit einem Gesamtwert von mehr als 250 Millionen Euro veräußert“, sagt Rischke. Deutlich mehr als in den Vorjahren. Hatte die Dresdner Geschäftsstelle von Engel & Völkers vor einem Jahr noch 70 Wohn- und Geschäftshäuser im Angebot, seien es derzeit nur noch 17. „Die Nachfrage übersteigt in Dresden längst das Angebot“, bestätigt auch Frank Müller von R+M-Immobilien.

Kauften früher hauptsächlich internationale Fonds, so seien es heute verstärkt wieder Dresdner zu ihrer privaten Vorsorge, sagt Rischke. Durch das geringere Angebot seien allerdings auch die Preise im Vergleich zu 2008 um etwa ein Viertel gestiegen. Bei der Zahl der Verkäufe stehe Dresden bereits hinter Frankfurt an fünfter Stelle. Aktuelle Zahlen über Grundstücks- und Immobilienverkäufe will die Stadt erst im Juni mit dem Grundstücksmarktbericht veröffentlichen.

Verfallende Gebäude finden plötzlich Abnehmer

Durch das geringere Angebot sind plötzlich lange vernachlässigte Gebäude und Ruinen für Bauherren interessant. So hat die Baywobau Dresden das Lahmann-Sanatorium auf dem Weißen Hirsch gekauft und will dort und im Umfeld besonders Wohnungen errichten. Wohnungen könnten auch an der Königsbrücker Straße 117 entstehen.

Sächsische Zeitung v. 19.05.2011, Artikel: Bettina Klemm



DIW - Pressemitteilung vom 04.05.2011

Strukturelle Schwachstellen bei der Riester-Rente

 DIW-Expertin kritisiert Förderpolitik: Statt Fakten gibt es Spekulationen

Fakten statt Spekulationen – die Förderung der privaten Altersvorsorge durch die Riester-Rente sollte endlich auf gesicherter empirischer Grundlage erfolgen, so das DIW Berlin. Hintergrund ist die jüngste Kontroverse über Rückbuchungen staatlicher Zulagen für die Riester-Rente. Wie vor kurzem bekannt wurde, bucht die Zulagenstelle für Altersvermögen in hunderttausenden Fällen Zulagen zurück. „Die Rückbuchungen sind ein sehr, sehr starker Hinweis darauf, dass die Riester-Rente nicht so funktioniert, wie geplant,“ sagte DIW-Verbraucherschutzexpertin Kornelia Hagen. „Es wird Zeit, dass die Politik die Schwachstellen der Riester-Rente systematisch untersucht und daraus lernt.“

Seit 2002 sollen mindestens 490 Millionen Euro bereits zugesagter staatlicher Fördermittel von den Sparern an den Staat zurückgebucht worden sein. Vermutet wird, dass der Hauptgrund dafür darin liegt, dass Sparer vor dem Rentenalter aus der Riesterrente ausgestiegen sind und ihre Riesterverträge gekündigt haben, das Sparguthaben also wie es im Fachjargon heißt, „schädlich verwendeten“ und damit keinen Anspruch auf die Zulage hatten.

Was Verbraucher konkret dazu bewogen hat, ihre Verträge vorzeitig zu kündigen oder die Sparguthaben anders zu verwenden als offiziell vorgesehen – darüber lässt sich derzeit aus wirtschaftswissenschaftlicher und empirischer Sicht nur spekulieren. Aus Sicht von DIW-Expertin Kornelia Hagen ein unhaltbarer Zustand: „Charakteristisch für die Riesterrente ist, dass Verhalten und Motive von Riestersparern bislang völlig im Dunkeln bleiben – es werden Milliarden an Zulagen ausgegeben, ohne dass man systematisch untersucht, ob und wie die Riester-Rente im realen Leben überhaupt funktioniert.“

Schwachstellen sind seit langem bekannt

Tatsächlich verweisen Ökonomen und Verbraucherschützer seit langem auf gravierende Schwachstellen bei der Riester-Rente – die dazu beitragen können, dass der Aufbau einer privaten Altersvorsorge nicht in dem Maße stattfindet, wie es sozialpolitisch propagiert wird. Zu diesen strukturellen Schwachstellen zählen:

- Unklare und hohe Kosten: Zum Teil exorbitante „Abschlusskosten“ und eine unüberschaubare Zahl „riesterfähiger“ Angebote der Finanzbranche machen es den Verbrauchern nahezu unmöglich, Konditionen zu vergleichen und ein für sie passendes Produkt für die private Altersvorsorge zu finden. Das Strukturproblem ließe sich abmildern, wenn eine Vorauswahl einer überschaubaren Anzahl von Riesterprodukten durch den Staat erfolgen würde. Diese Auswahl könnte an ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren gekoppelt sein, an dem sich alle Anbieter beteiligen könnten. Die Qualität der Auswahl könnte durch ein Expertengremium kontrolliert werden,

- Vorzeitige Kündigungen: Rentenversicherungen, egal ob mit oder ohne Riester, lohnen sich erst dann, wenn sie durchgehalten werden. Vorzeitige Kündigungen – die bei Riester auch zur Rückbuchung von Fördermitteln führen – sollten angesichts der existenziellen Bedeutung der Riesterrente für die private Altersvorsorge so weit wie möglich verhindert werden. Ein Weg dahin könnte eine individuelle und anbieterunabhängige „Pflicht“beratung sein, die alle Kunden, die eine Kündigung aussprechen, angeboten bekommen. Dies liefe für den Riestersparer auf eine Abkühlungsphase hinaus, in der eine Kündigung mit all ihren Konsequenzen noch einmal überdacht werden könnte.

Pressestelle
Renate Bogdanovic
Sabine Fiedler
Telefon +49-30-897 89-249 oder -252
Mobil +49-174-319-3131
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Pressereferentin Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)
Monika Wimmer
Telefon +49-30-89789-251
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.





09.05.2011

Babyboom sorgt für Hebammen-Mangel in Dresden


Schwangere Frauen beklagen in Dresden einen Mangel an Hebammen. Einerseits verschafft der Babyboom in Deutschlands Geburtenhauptstadt den Fachkräften immer mehr Arbeit, andererseits geben immer mehr selbstständige Hebammen ihren Beruf auf. Der Grund: Eine massive Verteuerung der Versicherungsbeiträge für niedergelassene Hebammen.

In Dresden zogen sich mindestens vier von 17 Hebammen aus ihrem Beruf deshalb zurück. Sachsenweit sind es nach Angaben des Hebammenverbandes zehn Prozent der Freiberuflerinnen. Werdende Eltern müssen so besonders in den geburtenstarken Spätsommermonaten um professionelle Betreuung bangen. Auch Dresdens Kreißsäle reichen phasenweise nicht aus.
Quelle: Sächsische Zeitung, 09.05.2011


29.03.2011

Dresden wird größte Einkaufsstadt


Wenn am Donnerstag die erweiterte Altmarkt-Galerie öffnet, darf sich Dresden endlich Einkaufshauptstadt nennen. In kaum einer anderen Metropole sind innerhalb von so kurzer Zeit so viele neue Läden entstanden wie hier. Rechnet man Centrum-Galerie und Elbepark dazu, wuchs die Verkaufsfläche in nur fünf Jahren um fast zehn Prozent – auf dann 883.000 Quadratmeter. Die Zahl der Geschäfte steigt mit der Altmarkt-Galerie auf fast 3.700 an. Damit bietet Dresden nach Berlin das größte Shoppingangebot im Osten Deutschlands.
Auch bezogen auf die Einwohnerzahl ist Einkaufen in Dresden spitze. Jedem Landeshauptstädter stehen nach Eröffnung der neuen Altmarkt-Galerie 1,71 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung. Der Bundesschnitt liegt bei nur knapp 1,5 Quadratmetern. ...

Auszug, Quelle: Sächsische Zeitung, 29.03.2011





 

22.01.2011

Dresden wächst und wächst
 

Immer mehr Einwohner – die Stadt katapultiert sich in die Liga der Boomstädte. Geburtenrate und Zuzug bringen Dresden beim Wachstum in eine Liga mit München und Hamburg.

Die drei Großstädte sind die einzigen in Deutschland, die auf beiden Gebieten Zuwachsraten verzeichnen. Im vergangenen Jahr sind in der sächsischen Landeshauptstadt 5941 Kinder zur Welt gekommen. Das sind sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Seit August 2010 trägt Dresden den Titel der Geburtenhauptstadt Deutschlands und hat damit München auf einen zweiten Platz verwiesen.

Die Zahl der Zuzüge entwickelt sich ebenfalls positiv. So sind 2009 insgesamt 28.000 Menschen nach Dresden gezogen. Mit 12.800 Personen ist ein großer Teil von ihnen zwischen 18 und 25 Jahren alt. Vor allem für junge Leute aus Westdeutschland ist Dresden attraktiver geworden. „Es sind viele Abiturienten, die hier einen Studienplatz finden“, sagt Christian Eichner, der Leiter der kommunalen Statistikstelle.

Nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Landesamtes in Kamenz hat Dresden 521.602 Einwohner. Es wird jedoch erwartet, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt. Schon jetzt aber wohnen wieder mehr Menschen in der Landeshauptstadt als Ende 1990. Zudem altert der Durchschnittsdresdner langsamer als das gesamtsächsische Pendant. Im Schnitt ist der Dresdner 43,1 Jahre alt und seit 1999 nur um neun Monate gealtert. Der Durchschnittssachse hingegen ist 45,9 Jahre alt und hat sich im gleichen Zeitraum 3,3 Jahre zusätzliche Lebenszeit aufgeladen.

Erfreulich ist auch die Verjüngung in insgesamt 18 von 61 Stadtteilen der Landeshauptstadt. So profitieren neben Pieschen, der Neustadt und Löbtau auch die Altstadt, Kaditz, Strehlen und Plauen von einer zunehmend jüngeren Bevölkerung.

Quelle: sz-online / Sächsische Zeitung, Samstag, 22. Januar 2011





18.1.2011

Auf Betongold setzen

 

In Folge der Euro-Krise verteuert sich das Baugeld. Auch in vielen anderen Bereichen drohen Verluste. Deutschlands Bonität sinkt, Eigner alter Bundesanleihen müssen Kursverluste hinnehmen. Es ist nicht verwunderlich, dass bei Geldschwemme und Schuldenbergen keiner seine Ersparnisse in Papiergeld, Anleihen und Forderungen anlegen möchte.
Auf Betongold setzen lautet jetzt die Devise. Ökonom Professor Wolfgang Gerke empfiehlt zu Krisenzeiten: "An erster Stelle steht die selbst genutzte Immobilie." Wer am richtigen Standort investeiert, dem kann Währungsverlust, Inflation und Zinsexplosion nichts anhaben. Das scheint auch beim Volk angekommen zu sein, laut einer Umfrage des Hamburger Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) erwägt fast jeder zweite Mieter, dieses Jahr eine Immobilie zu bauen oder zu kaufen.
Doch Eile ist geboten. Im Moment lassen sich diese Absichten noch leicht in die Tat umsetzen. „Selten war der Eigenheimerwerb so attraktiv wie jetzt: Die Zinsen sind niedrig, die Baupreise erschwinglich und der Arbeitsmarkt stabil“, sagt Tobias Lücke, Baufinanzierungsexperte der Comdirect Bank. Doch die Immobilienpreise 2011 werden in allen Bereichen nach oben gehen und die Zinsen für Baugeldkredite steigen.
Steigende Mieten geht man so auch aus dem Weg. Mit dem eigenen Dach über dem Kopf sagen Immobilieneigner gleichzeitig Lebewohl zu den prognostizierten Mietsteigerungen.

FOCUS-MONEY, Nr.2/2011





12.01.2011

Dresden ist ein "Place to Go"

 

Dresden. Für die "New York Times" ist Dresden einer von 41 Orten, die man 2011 gesehen haben sollte. Laut "New York Times" ist nach Leipzig jetzt auch Dresden einer der spannendsten, schönsten und sehenswertesten Orte der Welt. Dresden rangiert auf Platz 28 der Liste.
Grund für die Auswahl Dresdens ist hauptsächlich der von Daniel Libeskind entworfene Neubau des Militärhistorischen Museums Dresdens. Aber auch die restaurierte Innenstadt wird im gleichen Atemzug mit dem Neubau genannt. Für die "New York Times" weist das Museum einer "historischen Stadt die Zukunft".

Sächsische Zeitung, 12.01.2011


 




Immobilieneigentümer sind sechsmal vermögender als Mieter

 

Das Ergebnis ist eindeutig: 50-59 jährige Eigentümer-Haushalte besitzen gegenüber Mietern doppelt so hohe Bargeldvermögen, das Gesamtvermögen ist fast sechsmal so hoch. Dies ergab eine Auswertung der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes durch das Forschungsinstitut Empirica im Auftrag der Landesbausparkasse.
Während Immobilieneigentümer im Alter zwischen 35 und 39 Jahren rund 34% des Haushaltseinkommen für Wohnkosten aufbringen macht dieser Posten bei Mietern nur 17% aus. Dramatisch ändert sich das Bild 30 Jahre später. Mieter müssen rund ein Drittel ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufbringen, bei Wohnungseigentümern sind dies nur noch acht Prozent.
Zugrunde wurde jeweils ein Nettoeinkommen des Haushaltes von durchschnittlich 2000€ gelegt. Nebenkosten wie Heizung und Warmwasser wurden nicht berücksichtigt. Die Wohneigentümer genießen vor allem nach Rückzahlung der Kredite einen höheren Lebensstandard als vergleichbare Mieter. Das frei verfügbare Budget liegt deutlich höher,weil die Wohnkosten im Alter weitaus niedriger ausfallen.

SZ 02.10.2010


Dresden ist die größte Stadt Sachsens

Pressemitteilung der Stadt Dresden: Das Statistische Landesamt veröffentlichte jetzt die amtlichen Einwohnerzahlen für März und April 2010. Danach hatte Dresden bereits Ende März eine höhere Einwohnerzahl als Leipzig, der Vorsprung hatte sich bis Ende April noch weiter erhöht. Hatte die Stadt Leipzig zum Jahresende 2009 noch 1 810 Einwohner mehr, so war es Ende April fast umgekehrt - am 30.04.2010 betrug der Vorsprung Dresdens 1 133 Einwohner.
„Dass Dresden jetzt auch die Nummer 1 bei der Bevölkerungsstatistik im Freistaat ist, unterstreicht die positive Entwicklung unserer Stadt“, sagt OB Helma Orosz und fügt hinzu: „Man darf diesen Fakt natürlich nicht überbewerten; Leipzig und Dresden stehen beide für eine wirtschaftliche und kulturelle Erfolgsgeschichte in Ostdeutschland. Aber es darf uns ruhig mit etwas lokalpatriotischem Stolz erfüllen, dass Dresden jetzt auch die Einwohnerstärkste Metropole in Sachsen ist.“        Die gegensätzliche Entwicklung hat vor allem zwei Ursachen. Zum einen hat Dresden höhere Geborenenzahlen, für die ersten drei Monate des Jahres registrierte das Statistische Landesamt für Dresden 1 691 Geborene und 1 658 Gestorbene, für Leipzig nur 1 448 Geborene aber 1 913 Gestorbene.

Zum anderen zogen aus Leipzig in den ersten 4 Monaten des Jahres mehr als 9 000 Einwohner fort, während es in Dresden nur rund 6 500 waren.
Dresden           Leipzig
31.12.2009        517 052    518 862
30.04.2010        517 677    516 544

18.08.2010 Landeshauptstadt Dresden
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Wohnungen in Dresdens guten Lagen knapp und teuer

Dresden. Durch Zuzug oder Abriss sind leerstehende Wohnungen von 40.000 auf 29.300 gefallen. Immernoch reichlich, allerdings gibt es in einigen Lagen kaum noch Wohnungen, wie z.B. in elbnahen Stadtteilen wie Loschwitz, Blasewitz oder Striesen. Uwe Schatz von der Immo Tip sagt "Das Wohnungsangebot in Dresden ist überschaubar geworden".
Profitieren tuen davon Stadtteile wie Strehlen, Leubnitz, Plauen oder Laubegast, da diese einen vermehrten Zuzug verzeichnen können. "In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Kaltmieten um 50 Cent bis einen Euro pro Quadratmeter erhöht", sagt Herr Schatz. Dabei reicht die Spanne in sehr guten Lagen von 7 bis 8,50 Euro je Quadratmeter bis 11 oder 12 Euro in Spitzenlagen.
Die Werte aus der Tabelle liegen unter den eben genannten Spitzenpreisen aber werden sich laut Herrn Schatz in der nächsten Zeit leicht erhöhen vor allem in unterbewerteten Stadtteilen wie Gorbitz oder Cotta.
(Miet-)Durchschnittspreise von 2010 (Angaben in Euro pro Quadratmeter)
1-1,5 Raumwohnungen
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    6,08    k.A.    6,65
Gute Lage    6,14    k.A.    6,63
Mittlere Lage    7,06    k.A.    5,79
2-3,5 Raumwohnungen
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    6,13    k.A.    6,40
Gute Lage    6,04    k.A.    6,25
Mittlere Lage    5,54    k.A.    5,56
4-Mehr-Raumwohnungen
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    6,25    k.A.    6,35
Gute Lage    6,59    k.A.    5,61
Mittlere Lage    5,73    k.A.    5,90
Einfamilienhäuser
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    8,69    k.A.    7,10
Gute Lage    k.A.    k.A.    10,19
Mittlere Lage    k.A.    k.A.    k.A.

SZ 02.08.2010


Immobilienpreise in Dresden steigen

Dresden. Eigenheime kosten inzwischen 250.000 Euro durchschnittlich, wobei dies immernoch weniger ist als im Westen. Neu gebaute Wohnungen kommen auf leicht gestiegene 2300 Euro, Bauland unverändert 135 Euro je Quadratmeter - zum Vergleich 310 Euro in Süddeutschland.
Große Differenzen führen zum Durchschnitt. Wo denkmalgerechte Bauten am Elbhang für 4930 Euro pro Quadratmeter zu haben sind, kostet eine teilsanierte Platte 530 Euro.
Chefgutachter Helmut Krüger sagt "Insgesamt wechselten vergangenes Jahr 4800 Immobilien für 745 Millionen Euro den Besitzer", viel weniger als im Zeitraum 2006 bis 2008. Allerdings gingen in diesen Zeiten viele Immobilien aus finanzstrategischen Gründen an die Käufer. Er rechnet mit steigender Immobiliennachfrage für 2010.        (Kauf-)Durchschnittspreise vom 2009
(Angaben in Euro pro Quadratmeter)
1-1,5 Raumwohnungen
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    k.A.    k.A.    1285,71
Gute Lage    1651,57    k.A.    1310,45
Mittlere Lage    920,10    k.A.    951,16
2-3,5 Raumwohnungen
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    1396,66    k.A.    1913,22
Gute Lage    1107,85    k.A.    1596,05
Mittlere Lage    1323,96    k.A.    1194,31
4-Mehr-Raumwohnungen
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    1952,95    k.A.    2426,11
Gute Lage    1675,30    k.A.    2000,81
Mittlere Lage    1440,28    k.A.    2036,06
Einfamilienhäuser
saniert    unsaniert    neu
Beste Lage    2183,57    829,11    1621,20
Gute Lage    k.A.    k.A.    1627,05
Mittlere Lage    1692,65    466,67    1579,93

Capital 07.2010


Investitionen lohnen sich

 Dresden. "Jeder Dresdner soll eine eigene Wohnung haben", sagt Thomas Dathe, Dresdens größter Altbau-Sanierer. In Dresden wird viel investiert. Das lohnt sich auch. Laut der renomierten Zeitschrift Capital stimmen hier Preis und Leistung. Nur 20% der Wohnungskäufer sind allerdings auch Dresdner. Dazu meint Dathe, "Das muss sich ändern. Schließlich ist die eigene Wohnung, wenn sie bis zur Rente abbezahlt ist, eine prima Altersvorsorge."
Dathe saniert mit seiner Firma USD nicht nur Luxusvillen, sondern auch solide praktische Mehrfamilienhäuser zum Beispiel an der Stauffenbergallee (224 Wohnungen) und am Altenberger Platz (475 Wohnungen). Der Kaufpreis liegt um die 2000 € pro Quadratmeter.        Für Dathe sind Südvorstadt, Preußisches Viertel und Laubegast die besten Investitions-Stadtviertel, weil hier der Wert der Immobilie steigt. Gute Kaufwohnungen in Toplagen - wie in den Stadtteilen Weißer Hirsch, Loschwitz, Striesen und Blasewitz - sind allerdings Mangelware.
Lage    Preis in € pro m²
top    2000-3500
gut    1600-3000
mittel    1400-2200
einfach    1000-2000

Bild-Zeitung Dresden, 09.03.2010


Mieten in Dresden höher als in vielen West-Großstädten

In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Mieten in Dresden um 20 Prozent. Wohnen ist nun teurer als in Hannover oder Dortmund. Für Neubauten oder gut sanierte Gründerzeithäuser am Weißen Hirsch, Bühlau, Striesen, Loschwitz oder am Großen Garten können die Vermieter acht bis neun Euro Kaltmiete je Quadratmeter verlangen. Hier ist die Nachfrage größer als das Angebot. "Besonders Drei- bis Vierraumwohnungen in bester Lage sind in Dresden sehr begehrt", sagt Karl- Heinz Weiss, Vize- Regionalvorsitzender vom Immobilienverband Deutschland IVD und prognostiziert außerdem moderate Preissteigerungen für die Zukunft.
Der IVD gibt jährlich einen Wohnpreisspiegel heraus. Die Daten kommen von den Mitgliedsunternehmen und gelten deshalb als sehr marktnah. Wohnungen am Neumarkt mit Blick zur Frauenkirche werden für neun bis zehn Euro pro Quadratmeter vermietet, sagt Berndt Dietze von der Baywobau Dresden.         Ursache dafür ist die gute wirtschaftliche Entwicklung, das Wachstum der Bevölkerungszahl, aber auch der Abriss von leer stehenden Wohnhäusern. Die Leerstandsquote in Dresden beträgt 4,8% , die durchschnittliche Quote in den neuen Bundesländern liegt bei 5,7%. Der Vorsitzende des Dresdner Mietervereins Peter Bartels warnt vor weiterem Abriss, da dies die Mieten weiter steigen lässt.
Lage    Miete in € pro m²
Neumarkt    10,00
Weißer Hirsch    9,00
Pillnitz    8,50
Striesen, Plauen    8,00

Sächsische Zeitung, 12.01.2010


"Immobilienkauf bei jungen Leuten im Trend"

Über ein Drittel (36,6 Prozent) der Deutschen plant, in naher Zukunft eine eigene Immobilie zu kaufen. Vor allem bei jungen Menschen ist das Interesse am Eigenheim groß: 28,5 Prozent aller 18- bis 29-Jährigen wollen in den nächsten Jahren ein Haus oder eine Wohnung erwerben, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. 24,2 Prozent der unter Dreißigjährigen haben sogar ganz konkrete Pläne. Sie planen, schon in den nächsten ein bis drei Jahren in die eigenen vier Wände zu investieren.        Zum Vergleich: Bei den 30- bis 40-Jährigen gaben 21,5 Prozent der Befragten an, innerhalb der nächsten vier Jahre oder später ein Eigenheim erwerben zu wollen. 20,3 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppen haben vor, in den kommenden ein bis drei Jahren eine eigene Immobilie zu kaufen. (SZ)

SZ vom 27.02.2009, Text: SZ


Wohneigentum gewinnt als Wertanlage

Dresden/Leipzig. Die ostdeutschen Immobilienmakler rechnen damit, dass der Immobilienmarkt von der Wirtschaftskrise sogar profitiert. "Sie wird Wohneigentum wieder zu dem machen, was sie schon einmal war - eine Wertanlage", sagte Jürgen Poschmann, Vorsitzender des Immobilienverbandes IVD Mitte-Ost, anlässlich der morgen öffnenden dreitägigen Immobilienmesse Leipzig. Es wird jetzt wieder stärker auf substanzielle Kriterien wie Lage, Bauzustand und Vermietbarkeit geachtet", so Poschmann.
Unter der Kreditklemme der Banken würden private Bauherren aber nicht leiden. "Jeder bekommt nach wie vor für den Bau oder die Sanierung seines Eigenheims seinen Kredit", sagte der Immobilienexperte. Lediglich bei größeren Objekten seien die Banken mit der Finanzierung vorsichtiger geworden und würden inzwischen eine Eigenkapitalquote von bis zu 50 Prozent verlangen.        Poschmann geht daher von einem Rückgang spekulativer Immobilienkäufe aus. Mit krisenbedingten Notverkäufen sei in Deutschland aber nicht zu rechnen. In Zeiten turbulenter Finanzmärkte erweise sich die Immobilie als besonders werthaltige Anlage, sagte Messe-Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner. Poschmann kritisierte, dass die Banken die erheblichen Zinssenkungen der letzten Zeit nicht vollständig an die Kunden weitergegeben hätten. Eine Belebung der Immobilienbranche verspricht sich Poschmann zudem vom neuen Wohn-Riester der Bundesregierung.
Parallel finden am Wochenende die Verbraucherschau Haus-Garten-Freizeit, die Handwerksmesse sowie die Wassersportmesse Beach and Boat statt. Für alle vier Messen gilt ein Ticket.

Dresdner Neueste Nachrichten vom 13.02.2009, Text: büs


"Rettungsanker Immobilien" - Ökonom Pelzl sieht steigende Nachfrage wegen Finanzkrise

Dresden/Leipzig. Die weltweite Finanzkrise wird nach Einschätzung des Wirtschaftswissenschaftlers Wolfgang Pelzl eine starke Nachfrage nach Immobilien zur Folge haben. "Die Menschen werden wieder in Reihenhäuser und Eigentumswohnungen investieren, weil das eine vergleichsweise sichere Anlage im Vergleich zu Wertpapieren ist", sagte der Leiter des Instituts für Immobilienmanagement an der Universität Leipzig dieser Zeitung.
Voraussetzung für die Entwicklung sei aber, dass wieder Vertrauen in den Markt geschaffen werde. "Die Politik muss dafür sorgen, dass sich die Verunsicherung und die Angst legen." Die Bank-Bürgschaften der Bundesregierung könnten auch beim Häuserkauf beruhigen.
"Momentan wirkt sich die Finanzkrise aber noch ziemlich stark auf den Immobilienmarkt aus", sagte Pelzl. Grund dafür seien die hohen Zinssätze, die viele Kredite und Hypotheken teurer machen würden. Auf Baubetriebe, die den Hausbau vor allem durch Fremdkapital finanzierten, würden hohe Forderungen zukommen. "Eine ganze Reihe von Unternehmen wird diese Krise nicht überleben", so Pelzl. "Das ist aber auch gerechtfertigt. Die Euphorie der letzten Jahre war einfach zu hoch."        Befürchtungen, dass vor allem der Markt für ostdeutsche Immobilien unter der gestiegenen Vorsicht potenzieller Anleger leiden wird, teilt Pelzl nicht.
Bisher waren selbst in Zeiten starker Konjunktur nach Informationen des Immobilienverbandes Deutschland Eigentumswohnungen in den ostdeutschen Bundesländern schwächer nachgefragt als in den westdeutschen und die Preise deutlich niedriger.
"Aber der Westen ist aktuell genauso wie der Osten Deutschlands von der Situation betroffen. Da gibt es derzeit keinen Unterschied", so Pelzl weiter.
Auch in Zukunft sieht der Experte weiterhin starke Schwankungen auf dem Immobilienmarkt - unabhängig von der derzeitigen Finanzkrise. Angebot und Nachfrage würden sich nur noch selten auf einem gleichen Niveau befinden. "Die Stabilität, die wir vor zehn Jahren noch hatten, werden wir nie wieder bekommen.

Dresdner Neueste Nachrichten vom 08.10.2008, Foto: PD


"Dresden will das Lesen revolutionieren"

"Plastic Logic" weiht Fabrik für elektronisches Papier ein / Investor erwartet Milliardenmarkt
Von HEIKO WECKBRODT

Dresden (DNN). Sie sind angetreten, um unser aller Lesegewohnheiten zu revolutionieren, die Regenwälder zu retten und natürlich, um ordentlich Geld zu verdienen: Richard Archuleta, Chef der angloamerikanischen Technologiefirma ..Plastic Logic" (PL), und dessen "rechte Hand" in Dresden, der frühere ZMD-Manager Konrad Herre, haben gestern in Rähnitz die Dresdner PL-Fabrik für elektronisches Papier offiziell eingeweiht. Dort sollen vom kommenden Jahr an jährlich Hunderttausende bis Millionen von biegsamen Bildschirmen auf Basis von KunststofIelektronik hergestellt werden.

Die Displays sind als Herzstücke für superdünne Lesegeräte - für elektronische Bücher, Zeitungen und Geschäftspapiere gedacht. Sie sollen künftig tonnenweise Papier für klassische Bücher und andere Druckwerke sparen. Derzeit beschäftigt PL in Dresden 83 Mitarbeiter, im kommenden Jahr soll ihre Zahl auf rund 140 steigen. Bisher investierte das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in das Dresdner Werk.

"Dies ist die weltweit erste Großproduktionsanlage für Kunststoffelektronik", betonte Archuleta. Investor Herrmann Hauser ergänzte: "Das ist eine einzigartige Geldanlage. Erstmals seit der Entwicklung der CMOS-Technik in der Mikroelektronik vor 50 Jahren wird hier eine neue Halbleitertechnik geboren, eine aus Plastik. Ich bin überzeugt, dass sich daraus eine ganze, Industrie ähnlich der Mikroelektronik entwickeln wird. Und ich sehe keinen Grund, warum sie nicht auf Umsatzgrößen von 300Milliarden Dollar wie die klassische Chipbranche kommen sollte.". Vorschusslorbeeren gab es von Thomas Jurk (SPD): "Von Dresden aus wird sich die Bildschirmtechnik revolutionieren", glaubt Sachsens Wirtschaftsminister.

Lesegeräte für digitale Bücher und andere Druckwerke gibt es schon seit den 70er Jahren. Doch bis in die 90er Jahre hinein konnte sich die Technik nicht durchsetzen. Inzwischen versuchen viele Konzerne weltweit einen neuen Anlauf,weil die Displays nun leichter und ausgereifter sind und immer mehr Druckwerke elektronisch erscheinen. Insofern steht PL nicht allein auf dem Markt da. Aber: Die Briten haben es nicht nur geschafft, extrem dünne und leuchtstarke Bildschirme zu entwickeln, sondern auch eine leistungsfahige Kunststoffelektronik zur Bildschirmsteuerung. Der gestern präsentierte Prototyp ist nur sieben Millimeter dick, hat etwa A4-Format, kann per USB-Kabel und Bluetooth-Funk neue Texte laden, die Akku-Ladung soll angeblich wochenlang halten. All dies - und die schon geplanten Verbesserungen - könnte daher in der Tat die bereits existierenden Lesegeräte von Sony, Philips & Co. abhängen.       

Dresden. "Plastic Logic" (PL) will mit seinem e-Papier eine Marktrevolution auslösen. DNN-Redakteur Helko Weckbrodt bat PL-Chef Richard Archuleta und den Dresdner Fabrikleiter Konrad Herre um einen Ausblick.

Frage: Welchen Stellenwert wird das ePapier in etwa fünf Jahren haben?

Richard Archuleta: Unser Produkt ist der
Beginn einer Revolution. Ich rechne mit einer Explosion an neuartigen elektronischen Lesegeräten. An digitale Fotos und Videos sind wir längst gewöhnt, Texte aber werden noch analog gelesen - das wird sich ändern. Ich denke, dass viele Zeitungen und Zeitschriften künftig drahtlos an unsere Geräte gesendet werden, Aktualisierungen der Zeitung im Laufe des Tages sind dann kein Problem mehr. Denken Sie daran, was sich da an Druckkosten, Treibstoff für die Auslieferung und Papier sparen lässt! Das wird den Umweltschutz sehr voranbringen.

Welche Rolle spielt die Firma im Cluster-Forschungsprojekt "Cool Silicon"?

Konrad Herre: Wir sind nicht nur zum Produzieren, sondern auch zum Forschen nach Dresden gekommen. Daher sind wir auch bei .Cool Silicon" dabei. Eines der drei Schwerpunkt-Themen wird unser elektronisches Papier sein. Gemeinsam mit Vodafone, Infineon, der TU und anderen Partnern wollen wir es noch energiesparender machen, Solarzellen für eine automatische Aufladung der Akkus sowie Handy-Funktechnik für die drahtlose Einspeisung neuer Texte integrieren.

Haben Sie schon Kunden für Ihr e:Papier?

Konrad Herre: Wir fahren erst die Massenproduktion hoch, bevor wir solche Ankündigungen machen. Aber wir stehen bereits mit großen Kunden in Verhandlungen.

Dresdner Neueste Nachrichten vom 18.09.2008, Foto: Oliver Killig


"Ruinenecke am Trachauer Bahnhof verschwindet"

Zwei Eigentümer sanieren vier Gebäude an der Leipziger Straße. Alle bekommen Balkone.
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

In Trachau wird derzeit eine ganze Ecke mit Ruinenbauten aufgefrischt. Unabhängig voneinander , sanieren zwei Eigentümer direkt benachbarte Gebäude. Ein Komplex mit drei Eingängen liegt an der Leipziger Straße (Nummern 286 bis 290) von der Ecke Am Trachauer Bahnhof an. Der zweite Bau ist das Haus Am Trachauer Bahnhof.

An dem 1930 errichteten dreiteiligen Gebäude ist der erste Trakt schon teilweise bezogen. Die nächsten beiden Bauabschnitte sollen bis Februar fertig werden, kündigte Rainer Neumann von dem Immobilienunternehmen Pro-Contact an. "Die Häuser werden für 3,6 Millionen Euro komplett saniert und auf Neubaustandard gebracht. Sie erhalten je acht Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern. Zum Hof hin werden Balkone angebaut.

Der zweite Bau, Hausnummer drei, soll Mitte Oktober bezugsfertig werden. "Bisher wurde bereits das Dach neu gedeckt, neue Versorgungsanlagen und neue Fenster angebracht. Die Sanierung wird vom Bauträger Fira im Auftrag des Bauherrn USD Immobilien für knapp eine Million Euro durchgeführt."

Das um 1900 errichtete Mehrfamilienhaus steht unter Denkmalschutz und war seit 2003 leer.        Für die neue Nutzung werden die Grundrisse verändert. Die Ein- bis Dreiraumwohnungen haben eine Größe von 36 bis 77 Quadratmetern. "Wir haben die Wohnungen den heutigen Bedürfnissen angepasst", sagt Köpp. Sie werden außerdem alle noch mit Balkonen ausgestattet.

Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus Nummer drei wird saniert und mit Balkonen attraktiver gemacht. Foto: Karl-Ludwig Oberthür

Die Erdgeschosswohnungen erhalten zusätzlich noch einen eigenen Zugang zum Garten. Auch eine kleine Spielecke für Kinder wird auf dem Grundstück noch errichtet werden. Außerdem wurde das kleine Beihaus, die "alte Wäscherei", saniert. Es soll künftig Platz für Fahrräder und Kinderwagen bieten. "Wir wollen auch den alten Charme des Hauses erhalten", erzählt Köpp. So werden die Originaltüren restauriert. Die Decken bekommen Kehlen, und im Treppenhaus werden die alten Ornamente wieder hergestellt.

Sächsische Zeitung vom 30.08.2008


"Dresden zählt zu den Top-Regionen" / "Dresden ist im Osten der Top-Standort"

13 deutsche Spitzen-Regionen mit Zukunft

In der Studie "Zukunft Deutschland 2020" haben Forscher des von Matthias Horx gegründeten Zukunftstinstituts in Kelkheim in einer umfassenden Daten- und Zahlen-Analyse herausgefunden, welche Regionen in Deutschland am besten für die Zukunft gewappnet sind. Die Autoren Matthias Horx, Elke Wenzel und Oliver Dziemba ermittelten nach 18 Kriterien die folgenden 13 Top-Standorte: München, Berlin, Hamburg, Rhein-Main, Karlsruhe, Rhein-Neckar, Freiburg, Düsseldorf, Hannover, Oberschwaben, Dresden, Oberpfalz und Nürnberg.

Die Untersuchung greift dabei nicht nur auf die Wirtschaftsdaten wie Kaufkraft und Arbeitslosenquote zurück, sondern bezieht entscheidende Trends wie die älter werdende Gesellschaft mit ein. Das wichtigste Kriterium des Bewertungskatalogs stellt das Maß der sozialen Innovationsfähigkeit einer Potenzialregion dar.

Dazu gehören die Beschäftigungsquoten von Frauen, von 55- bis 65-Jährigen. die Bildungsangebote, die Betreuungsmöglichkeiten von Kleinkindern sowie der Anteil der Väter, die Elternzeit in Anspruch nehmen. Hinzu kommen Kriterien wie Patentanmeldungen und Beschäftigtenzahl in schnell wachsenden Branchen.

Die Studie gelangt zu dem Schluss, dass die Lebensqualität als Standortfaktor immer bedeutsamer wird, ebenso wie die Verbindung aus Tradition und Modernität.        Horx-Studie sieht Elbestadt fit für die Zukunft

Dresden (DNN/A.K./bs). Dresden hat nach einer aktuellen Studie das beste Zukunftspotenzial von allen Standorten in den fünf neuen Bundesländern. Das Zukunftsinstitut des Trendforschers Matthias Horx in Kelkheim ermittelte insgesamt 13 Top-Regionen, darunter München, Hamburg und Hannover. Neben Berlin ist die sächsische Landeshauptstadt die einzige Region im Osten, die in der Spitzenliga mitspielen kann.

Eike Wenzel, Mitautor der Studie, erklärte im DNN-Interview, dass auch ostdeutsche Städte wie Leipzig, Chemnitz Erfurt und Jena durchaus nicht chancenlos sind. Doch die Messestadt zum Beispiel reiche in Sachen zukunftsfähigkeit noch nicht an die Landeshauptstadt heran. Diese überzeugte den Zukunftsforscher zufolge unter anderem damit, dass 62,5% der unter sechsjährigen Kinder eine Tagesbetreuung und schon heute mehr Frauen (51,1%) als Männer am Erwerbsleben teilnehmen. "Wirtschaft hat nicht mehr den starken Einfluss auf die Standortentwicklung wie noch vor 20 Jahren. Die Zukunftsfähigkeit einer Region hängt zunehmend von von sozial-innovativen Fatoren ab", erläutert dazu Matthias Horx.

Eike Wenzel zufolge hat sich Dresden vom Tal der Ahnungslosen zum "Epizentrum für Hochtechnologie und Lebensqualität entwickelt". Die stehe in den Bereichen Informatik, Hightech, Nanotechnologie, Finanzdienstleistungen und Photovoltaik gut da, habe sich in der Schlüsseltechnologie gut positioniert und "ist Spitze bei hochqualifizierten Beschäftigten". Wenzel ordnet im Interview die Elbestadt in die fünf Spitzen-Regionen Deutschlands ein - nach München, Düsseldorf und dem Frankfurter Raum.

Neben den vier genannten Standorten gehören zu den 13 Topregionen Berlin, Hamburg, Karlsruhe, Rhein-Neckar, Freiburg, Hannover, Oberschwaben, Oberpfalz und Nürnberg.

Quelle: DNN vom 20.08.2008, www.zukunftsinstitut.de


Dresden wächst,das Umland schrumpft

Die Landeshauptstadt gewinnt an Einwohnern: Forscher rechnen mit mehr als 528000 Dresdnern im Jahr 2021. Dresden wächst weiter: Nach einer Prognose des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung erhöht sich die Bevölkerungszahl in der Stadt in den kommenden Jahren um knapp fünf Prozent. Im Jahr 2021 bevölkern demnach mehr als 528000 Einwohner die Stadt. Ende 2007 waren es rund 507500.

Die Forscher des in Dresden ansässigen Instituts rechnen mit der Fortsetzung eines Trends und begründen das Wachstum mit steigenden Geburtenzahlen und Zuzug. Allerdings fällt das Wachstum dieser Berechnung zufolge schwächer aus, als es manche Vertreter der Stadt erwarten. Wirtschafts-Bürgermeister Dirk Hilbert hatte als OB-Kandidat der FDP von einem Wachstum um rund 50000 Einwohner bis zum Jahr 2020 gesprochen.

Dennoch: Seit acht Jahren steigt die Einwohnerzahl Dresdens kontinuierlich. 2006 wurde die 500.000er - Marke geknackt. Vertreter der Stadt machen dafür wirtschaftliches Wachstum, den Ausbau der Kinderbetreuung sowie die kulturelle Anziehungskraft Dresdens verantwortlich. Hilbert zufolge sind in den vergangenen sieben Jahren rund 6000 Unternehmen entstanden.

Noch bis vor zehn Jahren hat Dresden jährlich rund 6000 Einwohner an das Umland verloren - unter anderem wegen günstigem Bauland. Das hat sich geändert und könnte von der Stadt mit einer klugen Baupolitik weiter forciert werden.        Im Stadtgebiet harren zehn Quadratkilometer Brachen einer Nutzung - die Hälfte Bauland.

Für weite Teile des Umlands sagen die Leibniz-Experten abnehmende Bevölkerung voraus. Ausgehend von der Entwicklung in den Jahren von 1996 bis 2006 liefert die Studie Prognosen bis 2021. Demnach wird die Bevölkerung in den nächsten Jahren nur in Radeburg und in Bannewitz wachsen.

Ein kräftigerer Rückgang wird unter anderem in Heidenau und in Pirna erwartet. "Diese Zahlen haben uns nicht überrascht", sagt Pirnas Oberbürgermeister Markus Ulbig(CDU). Die Stadt habe bereits reagiert, etwa mit dem Abriss von Wohnungen auf dem Sonnenstein.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 18.07.2008, Von J. Klameth und T. Alexe, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Eigentumswohnung als Kapitalanlage vor einem Comeback?

Neun Argumente für die Denkmalschutzimmobilie:

1. Ein 1960 in Hamburg erworbenes Haus oder eine Wohnung hat den Wert bis heute vervielfacht. Immobilienbesitz bietet die Möglichkeit, Vermögengünstig zu schaffen und es ohne Inflationsrisiko zuvermehren.

2. Neben den steuerlichen Vorteilen des Denkmalobjekts ist es eine der sichersten Formen der Altersvorsorge. Vermietete Immobilien sind weniger stark von Konjunkturzyklen abhängig als beispielsweise Aktien oder Fondsanteile.

3. Die Inflationsrate führt jährlich zu Vermögensverlusten. Die Miete eines Denkmalobjekts wird dem Inflationsverlauf angepasst. Bei Finanzierung mit Fremdmitteln verringert die Inflation sogar die Darlehensrückzahlung.

4. Bei einem Denkmalobjekt ist die Lage häufig gut, da es auf ein gewachsenes stadtnahes Umfeld trifft.

5. Untersuchungen zeigen, dass häufiges Umschichten von Kapitalanlagen zu einer verminderten Rendite führen. Die Denkmalanlageimmobilie hat einen langfristigen Anlageplan.

6. Bezahlte Immobilien sind als Sicherheit bei den Banken sehr beliebt.

7. Als Anleger haben Sie die Möglichkeit, die Denkmalimmobilie an Ihre Kinder weiterzugeben und so einen Beitrag zu deren künftiger Vermögenssituation zu leisten.

8. Durch die Einbeziehung der Immobilie in die Riester-Rente haben Sie die Möglichkeit, die angelegten Ersparnisse aus einem solchen Vertrag auf die Immobilie zu übertragen.

9. In Zukunft wird es mehr Formen des Abwohnens im Alter geben (rentgage mortgage). Das bedeutet, dass die Wohnimmobilie im Alter mit einem Darlehen belastet werden kann, wovon ein hoher Lebensstandard oder die Pflege im eigenen Haus finanziert werden kann.

Quelle: Cash Spezial 2/2008 -Immobilien


News vom 26. Juni 2008

Die neue Lust am Kredit

Die beste Strategie für Denkmalschützer

Ausgangslage: Wände dick wie Burgmauern, Decken so hoch wie im Schloss und eine Lage im Stadtzentrum – denkmalgeschützte Häuser haben viele Reize. Neben Atmosphäre locken steuerliche Vorteile. Zu finanzieren und zu planen ist aber nicht nur der Kauf, sondern auch eine oft aufwendige Renovierung.

Analyse
Um den vollen Steuervorteil zu sichern, kann der Käufer ein unsaniertes Denkmal erwerben. Er muss die Modernisierung selbst durchziehen. Dann können Liebhaber alter Bauten in den ersten acht Jahren jeweils neun Prozent und in den folgenden vier Jahren jeweils sieben Prozent ihrer Modernisierungsausgaben beim Finanzamt geltend machen. Dazu sind die Auflagen der städtischen Denkmalschützer zu beachten. Da eine Renovierung meist Zeit braucht, ist es für den Kreditnehmer wichtig, dass seine Bank bis zur vollständigen Abnahme des Darlehens möglichst keine Bereitstellungszinsen verlangt. Vor Abschluss der Finanzierung sollte sich der Bauherr zudem festlegen, ob er selbst einzieht oder vermietet. Diese Entscheidung bestimmt die Strategie bei der Wahl der Finanzierung.        Vermieter gehen anders vor. Um ihren Steuervorteil zu optimieren, zahlen sie nur Zinsen, denn diese können sie beim Finanzamt geltend machen. Auf Tilgung verzichten sie. Stattdessen stecken sie alle Mittel, die ihnen nach Abzug der Kosten aus Mieten und Steuerrückzahlungen bleiben, in einen Fonds. Wie sich das auswirkt, zeigt ein Beispiel: Die Mieteinahmen in Höhe von 1500 Euro pro Monat – die im Jahresschnitt um ein Prozent steigen – summieren sich nach 15 Jahren auf 332.000 Euro. Der Steuervorteil beträgt in dieser Zeit insgesamt 40.000 Euro.

Demgegenüber stehen Zahlungen für den Zins von 219.000 Euro, 85.000 Euro als Ansparsumme für den Fonds und 96.000 Euro aus den Steuervorteilen der ersten zwölf Jahre. Bei einer Rendite von 4,5 Prozent wächst das Fondsvermögen in 16 Jahren auf 270.000 Euro. Insgesamt zahlt der Kunde bei dieser Variante also für einen Kredit über 270.000 Euro nur gut 27.000 Euro aus eigener Tasche. Nicht alle Banken bieten solche Finanzierungen an, aber ein Spezialist hilft Ihnen.

Fazit
Für Steuersparer ist ein Denkmal ideal. Selbst mit wenig Eigenkapital können Käufer einen hübschen Alterssitz in der Stadt finanzieren. Finanziell besonders attraktiv ist die Vermietung: Unterm Strich würde ein Bauherr bei Gesamtkosten von 350.000 Euro, die zu 80 Prozent kreditfinanziert werden, der Bank nur gut 27.000 Euro aus eigener Tasche zahlen müssen.

Quelle: Capital (09-2008)


News vom 18. Juni 2008

Die goldenen Ufer der Elbe - Die besten Wohnlagen in Dresden

Wo einst Wein wuchs, ranken sich heute Villen mit prachtvollem Panoramablick empor. Wer auf den Ausblick verzichten kann, für den wird die rundum sanierte Innenstadt attraktiv.
Das Schönste, was Dresden zu bieten hat, liegt direkt an der Elbe: Die Silhouette der Altstadt mit wieder aufgebauter Frauenkirche, Schloss, Hofkirche und Semperoper ist zum Wahrzeichen für den Aufschwung der sächsischen Metropole geworden. Auch die besten Wohnlagen finden sich am Fluss – die allerbesten allerdings hoch über dem breiten Strom, in den einstigen Weinbergen der Stadtviertel Weißer Hirsch oder Loschwitz.

Die Elbe hat die Stadt groß gemacht, was ganz wörtlich zu nehmen ist: Auf einer Länge von 30 Kilometern zieht sich der Fluss durch die sächsische Landeshauptstadt und macht sie von ihrer Fläche her zur viertgrößten deutschen Metropole, die allerdings nur rund eine halbe Million Einwohner hat. Der Reiz der Elbhänge wirkt noch immer: „Hier sind alle Wohnlagen top oder sehr gut“.

Dennoch: Wie in vielen anderen Großstädten gibt es auch in Dresden den Trend, in die Innenstadt zurückzuziehen. Während noch vor rund zehn Jahren die grünen Vorstädte mit ihren Einfamilienhäuschen boomten, verlieren diese heute an Wert: Steigende Energiekosten und hohes Verkehrsaufkommen machen das Zentrum als Wohnlage immer attraktiver. Zunehmend entstehen dort moderne Wohnprojekte mit optimaler Energieeffizienz, seniorengerechter Ausstattung und guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Möglich ist diese Entwicklung durch die großen Brachen im Zentrum, die eine Folge der schweren Kriegszerstörungen sind. So gibt es beispielsweise keine drei Gehminuten vom Dresdner Zwinger freie Grundstücke, die nun zu Bauland werden. So überraschend wie diese Kontraste sind die Mikro-Standorte: Inmitten unattraktiver Viertel finden sich idyllische Wohninseln mit einladenden Straßenzügen oder verblüffenden Neubauten.

Doch nicht nur die architektonische Aufwertung zieht Neu-Dresdner aus aller Welt an die Elbe. Kultur ist ein bedeutender Standortfaktor: 37 Museen und 38 Theater locken Besucherströme an. In Dresden wird aber auch Zukunft gestaltet. So kommt weltweit jeder fünfte Mikrochip von hier. Mikroelektronik, Informationstechnik, Medizin-, Bio- und Nanotechnologie treffen auf eine Wissenschaftslandschaft mit neun Hochschulen, fünf Leibniz-, drei Max-Planck- und elf Fraunhofer-Instituten. Zuwanderer schätzen die Möglichkeit, relativ günstig und dennoch gut zu wohnen, ebenfalls die hervorragende Ausbildungs- und Betreuungssituation für ihre Kinder.

Quelle: www.immobilien-kompass.de



News vom 25. April 2008

Boom und Barock

Die Wirschaft glänzt mit guten Daten, Dresden wächst weiter, Top-Lagen werden deutlich teurer

(...) Der Fluss formt die sächsische Landeshauptstadt seit eh und je. Der Name Dresden stammt von dem altsorbischen „Drez dany“, was so viel heißt wie „Auelandbewohner“. In der Stadt galt immer: je näher an der Elbe (möglichst oben am Hang) und je weiter elbaufwärts – desto besser. Vor allem zwei Stadtteile profitieren von dem Trend zum Stadthaus und dem Zuzug junger Familien: die zentral gelegene Neustadt und Striesen, das im Süden einer sanften Elbbiegung liegt. Hier kommen die begehrten Baulücken häufiger auf den Markt als in den 1-a-Lagen.        Dresden profitiert von der Bündelung zahlreicher Mikroelektronik-Firmen („Cluster“). Ein Boom, für den das US-Magazin „Time“ den Begriff „Silicon Saxony“ erfand. Aber auch viele mittelständische Firmen und die Mitarbeiter der Landesregierung schaffen Kaufkraft. Die Arbeitslosigkeit in Dresden erreicht mit 12,3 Prozent für Ostdeutschland einen äußerst geringen Wert. Und die Stadt gehört zu den wenigen Ost-Kommunen, deren Einwohnerzahl wächst. Der Wanderungsgewinn lag 2007 per saldo bei 5141 Neudresdnern. (...)

Quelle: Auszug aus dem Focus 14/2008



News vom 04. April 2008

Riester-Rente: Durchbruch für Hausbauer

Berlin (rtr). Hausbauer und Käufer von Eigentumswohnungen können ihre staatlich geförderten Riester-Sparverträge künftig vollständig zum Erwerb oder zur Entschuldung ihrer Immobilie einsetzen. Dazu sollten sie bereits angesammeltes Kapital zu 100 Prozent entnehmen können, geht aus dem Beschlusspapier für dieKlausurtagung der Koalitionsfraktionen in Bonn hervor. Damit gestalten die Fraktionen den Wohn-Riester attraktiver als in einem ersten Gesetzentwurf, der nur dieEntnahme von 75 Prozent gestatten wollte. Das Eigenheimrenten-Gesetz ist eines der letzten großen Projekte aus dem Koalitionsvertrag.

Die Fraktionsspitzen von Union und SPD wollen die Einigung auf den Wohn-Riester heute nach ihrer Klausur auf dem Petersberg veröffentlichen. Die Experten der Fraktionen ringen seit mehr als zwei Jahren um eine Einbeziehung von Wohneigentum in die Riester-Altervorsorge.        Das Gesetz wird von der Bau- und Immobilienwirtschaft sehnsüchtig erwartet, weil es die seit 2007 auslaufende Eigenheimzulage ersetzt. Dem Gesetzentwurf zufolge lässt sich der Staat die Förderung 880 Millionen Euro kosten.

Vor allem die Übertragung der bei Riester-Produkten üblichen nachgelagerten Besteuerung auf Immobilien hatte den Fachleuten lange Zeit Kopfzerbrechen bereitet. Der Gesetzentwurf sieht nun die Bildung eines fiktiven Wohnförderkontos vor. Darauf werden die in der Immobilie gebundenen steuerlich geförderten Beträge erfasst. Zum Rentenbeginn kann der Immobilien-Sparer entscheiden, ob er seine Steuerschuld auf einen Schlag begleicht: In diesem Fall wird ihm ein Abschlaf von 30 Prozent gewährt. Alternativ kann er den Betrag über einen Zeitraum von 17 bis 23 Jahren versteuern. Das Gesetz soll möglichst rückwirkend zum Januar 2008 in Kraft treten.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 27. Februar 2008


News vom 14. Februar 2008

Sieger aus dem Süden - Hamburg, Frankfurt oder Berlin?

Weder noch. Beim Vergleich von zehn deutschen Metropolen hat in Sachen Lebensqualität erneut München die Nase vorn. Mit Städte-Rankings ist das so eine Sache. Je nachdem, wie oder wann jemand gefragt wird, können für dieselbe Stadt sehr unterschiedliche Ergebnisse zutage treten. So soll Köln nach einer Erhebung des Online-Portals iBusiness beispielsweise den besten Internetauftritt aller deutschen Städte aufweisen können.
Geht es nach der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“, hat Dresden die besten Noten im aktuellen Dynamik-Ranking (Veränderung verschiedener wirtschaftlicher Indikatoren).

Laut einer Umfrage des Immobilienunternehmens Planet Home ist München bei Singles und Senioren gleichermaßen die beliebteste Stadt Deutschlands. Und das Fazit des Freizeitforschers Prof. Dr. Horst W. Opaschowski in der Erklärung „Zurück in die Stadt“: „In der subjektiven Einschätzung der jeweiligen Bewohner ist München die gastfreundlichste, Berlin die kulturreichste, Köln die toleranteste und Hamburg die schönste Stadt.“

Wieder auf dem Weg nach vorn befindet sich Dresden. Nach dem dritten Platz im Städtetest 2005 und dem Abstieg auf Rang fünf im letzten Jahr konnte sich das Elbflorenz wieder auf den vierten Platz verbessern.        Dabei präsentiert sich keine Metropole so uneinheitlich wie Dresden. Den drei Kategoriesiegen (Ausbildung, Kriminalität und Tourismus) und einem zweiten Platz (Freizeit) stehen ein vorletzter (Kommerz) sowie zwei letzte Plätze (Immobilien und Medizinische Versorgung) gegenüber.

In Sachen Immobilien ist man aber – was den Bereich Einfamilienhäuser angeht – auf dem Vormarsch. Wenn sich hier die Immobilienpreise weiterhin positiv entwickeln, könnte auch wieder ein Platz ganz vorn drin sein.

Quelle: BELLEVUE vom Februar 2008, Autor: Sven Heinen


News vom 28.Januar 2008

Die bittere Wahrheit über unsere Rente und warum sie nicht reichen wird - ALTERS-ARMUT

Die Rente ist sicher - aber sie wird immer weniger wert! Jetzt wird Millionen von Arbeitnehmern klar, was demographischer Wandel und die deshalb notwendige Rentenreform für sie bedeuten: Sie müssen im Alter den Gürtel enger schnallen.

Wer heute nicht vorsorgt, hat im Alter oft nicht einmal mehr genug zum Leben. Grund: Immer weniger Menschen müssen immer Rentner versorgen.

• Heute kommen auf 100 Beitragszahler 43 Rentner. 2050 müssen 100 Beitragszahler bereits 91 Ruheständler versorgen.

• Wer 2006 in Rente oder Frührente ging, bekam im Schnitt nur noch 790 Euro (Ost 836 Euro) Rente im Monat - das sind 93 Euro (Ost 47 Euro) weniger als sechs Jahre zuvor!

• Künftige Generationen wird es noch härter treffen: Heute muss ein Durchschnittsverdiener 25 Jahre in die Rentenkasse einzahlen, um überhaupt Zahlungen auf Sozialhilfe-Niveau (660 Euro) zu bekommen. 2030 sind dafür 30 Jahre Arbeit erforderlich!        • Der Anstieg der Lebenshaltungskosten (2007: +2,2%) macht bei Renten-Nullrunden und Mini-Erhöhungen von zuletzt 0,54% jedes Jahr einen Teil der Kaufkraft der Rente zunichte. IM KLARTEXT: Die Rente wird jedes Jahr weniger wert! Folge: Wer heute schon wenig hat - wie Arbeitslose oder Menschen mit geringem Einkommen - wird im Alter auf zusätzliche Hilfe des Staates angewiesen sein.

So viel Rente bekommen Sie - und das ist sie dann noch wertBerlin - "Finanztest" - Experten der Stiftung Warentest haben exklusiv für Bild berechnet, wie viel staatliche Rente die Deutschen erwarten können - und wie viel dieses Geld künftig noch wert sein wird!

So lesen Sie die Tabelle:

• Links steht das aktuelle Bruttogehalt pro Monat und das entsprechende Nettogehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Bei der Berechnung der späteren Rente wurden Gehaltssteigerungen von 1,5% jährlich eingerechnet.

• Am oberen Rand sehen Sie, für welches Alter die Zahlen gelten.

• Die Schnittstelle zeigt, wie viel monatliche Nettorente im im ersten Rentnerjahr zu erwarten ist - nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben.

• Die Zahl rechts daneben (in Klammern) verrät, wie viel Kaufkraft in heutigen Preisen diese Rente noch haben wird, wenn die allgemeinen Lebenshaltungskosten um durchschnittlich 1,5% pro Jahr steigen.

Grundlage für die "Finanztest" - Hochrechnung sind Zahlen aus Rentenversicherungs-, Alterssicherungs- und Versorgungsberichten der Bundesregierung sowie aus dem Sachverständigen - Gutachten der fünf Wirtschaftsweisen.

* in Klammern: so viel ist der Betrag dann noch wert (Kaufkraft), ** Alleinverdiener mit mind. 1 Kind; alle Beträge in Euro
Quelle: Finanztest; 45 Beitragsjahre, Auswirkungen aller bisher beschlossenen Renten-Reformen (z.B. Senkung des Rentenniveaus, schrittweise Besteuerung der Rente) berücksichtigt. Weitere Annahmen: Lohn- und Preissteigerungen von 1,5% im Jahr; Erhöhungen der Bruttorenten von jährlich 0,5% bis zum Jahr 2025, von 1% bis 2035 und von 1,25% ab 2036; gleichbleibende Steuer- und Abgabebelastung.

• Rund zwei Drittel der Rentner müssen ihren Lebensstandard spürbar zurückschrauben, weil sie nicht ausreichend vorgesorgt haben. 30 Prozent droht sogar akute Armut!
(Forschungsinstitut für Ökonomie und Wandel)

Quelle: BILD vom 28.01.2008


News vom 23.November 2007

Markt beobachten - Kredite für Immobilien bleiben günstig

Wer den Kauf einer Immobilie plant oder nach einer Anschlussfinanzierung für Haus oder Wohnung sucht, sollte in diesen Tagen zwar wachsam die Schwankungen bei den Finanzierungsangeboten beachten. Der Baugeldvermittler Hypotheken-Discount warnt jedoch vor übereilter Betriebsamkeit.

Die Zinsen für Immobilienkredite liegen rund einen halben Prozentpunkt niedriger als im August. Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung gibt es für unter 4,6 Prozent. Hypotheken-Discount rechnet damit, dass Hypothekendarlehen in den kommenden Wochen preiswert bleiben.

Die Höhe der Zinsen für Immobilienkredite wird aktuell bestimmt von Inflationsängsten und ungewissen Konjunkturaussichten. Die Mitglieder der Europäischen Zentralbank tendieren wegen gestiegener Inflationsgefahren mehrheitlich zu einer Fortsetzung ihres Zinssteigerungszyklusses.        Bauherren und Immobilienkäufer sollten das derzeit noch immer historische Zinstief nutzen und sich mit einer langen Zinsbindung absichern, rät der Baugeldvermittler. So betrage der Aufschlag für ein zwanzigjähriges gegenüber einem zehnjährigen Darlehen nur rund 0,25 Punkte.

Anschlussfinanzierer profitieren von sehr günstigen Forward-Darlehen, mit denen sie sich die Top-Konditionen bis zu fünf Jahre im Voraus sichern können, heisst es weiter.

Hypotheken-Discount rät, nach Möglichkeit mindestens zwei Prozent zu tilgen. Die Gesamtbelastung durch die monatliche Rate bleibe wegen des niedrigen Zinsniveaus trotzdem überschaubar, und der Kredit sei rund sieben Jahre vorher getilgt.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 23. November 2007


News vom 06.November 2007

So retten Sie Ihr Geld vor der Inflation

Die Teuerungsrate ist fast auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren. Doch während die Konsumenten sich beim täglichen Einkauf zurückhalten, haben Anleger noch gar nicht reagiert.

Anleger müssten viel größere Furcht vor der Teuerung haben als die Konsumenten. Schließlich wird das Geld immer weniger wert, und damit sinkt die Kaufkraft. Je eher man also etwas kauft, desto besser. Anders bei der Geldanlage: Von 10.000 Euro sind bei einer Inflationsrate von drei Prozent nach 20 Jahren nur noch gut die Hälfte übrig, bei einer Teuerung von vier Prozent bleiben gar nur 4500 Euro. Doch die Anleger ignorieren das. Es herrscht eine Art "Geld-Illusion": Der klassische Sparer klammert die Inflation mental aus. Für ihn ist Geld auch in 20 Jahren das Gleiche wert wie heute, nämlich der Betrag, der draufsteht.

Entsprechend legen die Deutschen ihr Erspartes noch mit Vorliebe auf niedrig verzinsten Tages- und Festgeldkonten zu bestenfalls vier Prozent an. Werden von diesen Erträgen die Steuern abgerechnet - im Schnitt ein Drittel - bleiben netto gerade noch 2,7 Prozent übrig. Diesen Wert könnte die Inflation aber schon im Oktober erreichen, sodass unter dem Strich kein Vermögenszuwachs mehr bliebe.        Seit Anfang der 90er-Jahre mussten Bankberater und Sparer auf die Teuerung keine Rücksicht nehmen.
Die Inflationsrate lag selten höher als zwei Prozent, sodass sie von Zinsen und anderen Erträgen nur einen kleinen Teil wegknabberte. Und wie immer nach solch einer langen Zeitspanne können sich nur wenige Profis vorstellen, dass durch heftige Nachfrageverschiebungen auf den Weltmärkten ein neues Inflationszeitalter anbricht.

"Inflationsschutz muss Komponente jedes Portfolios werden", fordert Markus Heider, Investmentexperte bei der Deutschen Bank.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, dem schleichenden Verlust des Geldwertes gegenzusteuern.
Angefangen vom "sicheren Hafen" Gold über Immobilien-Käufe bis hin zu inflationsgeschützten Anleihen. So dürfte sich für viele Bundesbürger der Kauf einer werterhaltenden Immobilie lohnen. "In Inflationsphasen wie diesen sollte man nicht sparen, sondern sich verschulden", sagt ein Banker. Schließlich würde sich die Schuldenlast mit zunehmender Inflation verringern.

Anleger können die derzeit günstigen Hypothekenzinsen zur Finanzierung nutzen und sich eine Immobilie zulegen.

Quellenangaben: Textauszüge aus "Welt Online". Von Daniel Eckert und Holger Zschäpit.


News vom 12. Okt. 2007

Studie: Dresden wird immer angenehmer

In keiner anderen Stadt sind die Bürger so optimistisch

Nirgendwo sonst in Deutschland sind die Einwohner so von einer positiven Entwicklung ihrer Stadt überzeugt wie in Dresden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Vergleichsstudie des Verbandes deutscher Städtestatistiker vom Dezember vergangenen Jahres. Der Aussage: "In den nächsten fünf Jahren wird es angenehmer sein, in Dresden zu wohnen", stimmten 83 Prozent der Dresdner sehr und eher zu. Damit ist Sachsens Landeshauptstadt Spitzenreiter unter 15 deutschen Städten.
Köln und Frankfurt am Main - die Schlusslichter der Umfrage - schaffen nicht einmal 50 Prozent Zustimmung. Die meisten anderen liegen knapp über diesem Wert. Dresden am nächsten kommen Koblenz und Braunschweig mit fast 70 Prozent. Jenseits der Querelen um Operette, Stadion und Waldschlößchenbrücke fühlen sich die Dresdner auch im Moment wohl in ihrer Stadt. Fast drei von vier Befragten sind sehr damit zufrieden, hier zu wohnen. Damit nimmt Dresden Platz drei unter den befragten Kommunen ein, die freiwillig an dieser ersten gemeinsamen koordinierten Umfrage zur Lebensqualität in deutschen Städten teilgenommen haben. Laut dem städtischen Statistik-Chef Christian Eichner fließt diese Umfrage in einen europäischen Vergleich (Urban Audit) ein, dessen Ergebnisse erst im Laufe des Jahres komplett vorliegen sollen. Das Ifak-Institut für Markt- und Sozialforschung (Taunusstein) hat die Daten im Dezember 2006 telefonisch parallel in allen 15 Städten erhoben. Allein Dresden zahlte laut Eichner 5000 Euro dafür.

Spitzenzufriedenheit mit Grün

Die deutsche Vergleichsstudie mit Fragen, die von der Europäischen Union (EU) vorgegeben wurden, behandelt 23 Kategorien, von der Zufriedenheit mit medizinischer Versorgung über Luftverschmutzung und Lärm bis zum Internetzugang zu Hause.        Unerwartet Spitzenreiter sind die Dresdner in der Kategorie Zufriedenheit mit Parks und Grünflächen, obschon bei der Ausstattung - der vorhandenen Fläche pro Einwohner - Dresden im unteren Drittel rangiert. Laut Eichner sind die Dresdner Heide und das Ostragehege nicht als öffentliche Grünflächen eingestuft worden.

Probleme mit Schulen und Sport

Überdurchschnittlich zufrieden sind die Dresdner auch mit den Kultureinrichtungen und dem Angebot des öffentlichen Nahverkehrs. Eher sauer reagieren die Bürger aber auf das Thema Sport-Anlagen. Fast jeder zweite Befragte ist eher oder überhaupt nicht zufrieden. Darin spiegelt sich wohl auch die langwierige und öffentlich in den Medien ausgetragene Diskussion über das marode Rudolf-Harbig-Stadion und die Schließung von Freibädern wider. Denn abgesehen von Hallenbädern ist Dresden mit Sportstätten überdurchschnittlich gut ausgestattet.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 12.Oktober 2007, Autor Ralf Redemund
Bildquelle:Kosis-Verbund/Verband Deutscher Städtestatistiker


News vom 09. September 2007

Dresden auf der Überholspur

Bundesweite Studie: Sächsische Landeshauptstadt hat sich seit 2001 wirtschaftlich am besten entwickelt

Dresden/Berlin (DNN/us). Dresden ist nicht nur die wirtschaftlich dynamischste Stadt in den neuen Bundesländern, sonder auch in ganz Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Großstadt-Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche hervor, das gestern in Berlin vorgestellt wurde. Zweiter strahlender Sieger der Studie ist München. Die Bayern-Metropole sicherte sich Platz 1 in der Gesamtwertung.

In keiner deutschen Großstadt entwickelte sich die Wirtschaft in den Jahren zwischen 2001 und 2006 besser als in Dresden. Leipzig landete in den Top Ten der Wirtschaftsdynamik auf Platz 7. "Beide sächsischen Großstädte profitieren von ihrer konsequenten und zukunftsfähigen Investitionspolitik", sagte Klaus Methfessel, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Beide Städte hätten sich erfolgreich den Herausforderungen der Zukunft gestellt und könnten zu Recht als "Boomstädte des Ostens" bezeichnet werden.

In der Studie wurden die nach Einwohnern 50 größten Städte der Bundesrepublik nach 104 ökonomischen und strukturellen Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt (BIP), Arbeitseinkommen und Investitionen untersucht."Die positive Entwicklung von Dresden und Leipzig zeigt, warum wir das Ranking machen", beschreibt INSM-Geschäftsführer Dieter Rath das Ziel der Studie, "das damit verbundene Wettbewerbsprinzip setzt die Kommunen unter Druck, ihre Handlungsfähigkeit dauerhaft unter Beweis zu stellen.        Das schafft Anreize zur kontinuierlichen Verbesserung in Form ordnungspolitischer und somit Wachstums fördernder Maßnahmen". Zudem rege das Ranking die Kommunen an, von anderen Regionen zu lernen.

Der Gesamtindex, der zu gleichen Teilen aus dem Dynamik-Ranking und dem Niveau-Ranking besteht, wurde von Wissenschaftlern der Kölner IW Consult GmbH errechnet. In das Niveau-Ranking fließen absolute Werte wie Arbeitseinkommen, BIP und Arbeitslosenquote, aber auch die Zahl der Hochqualifizierten und die Pro-Kopf-Schulden der jeweiligen Großstadt ein. Insgesamt kam Dresden auf Platz 8, Leipzig als zweitbeste Stadt in den neuen Bundesländern auf Platz 34.

Beim Niveau-Ranking schloss Dresden ebenfalls als beste ostdeutsche Stadt auf Platz 25 ab, Chemnitz (43) und Leipzig (47) landeten weit abgeschlagen auf den hintersten Plätzen.

Die in der Gesamtauswertung mit Abstand wirtschaftlich erfolgreichste deutsche Großstadt ist und bleibt München, auf Platz zwei und drei folgen Stuttgart und Karlsruhe. Auch im Niveau-Ranking war die Metropole an der Isar mit 77,8 von 100 möglichen Punkten nicht zu schlagen. Zum Vergleich: Sowohl bei der Dynamik (Platz 44) als auch im Niveau (Platz 49) steht Berlin jeweils weit am Tabellenende. Im Gesamtranking bildet die Bundeshauptstadt das Schlusslicht.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten vom 9. September 2007


Dienstag, 22. November 2011

Landeshauptstadt verzeichnet im Herbst neuen Zuzug-Rekord


Im September und Oktober zogen 8.312 Menschen nach Dresden. Auch für Ausländer wird die Elb-Metropole immer attraktiver.

Dresden. Nach Dresden sind im September und Oktober 8.312 Menschen gezogen. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 837 oder elf Prozent mehr.

Zwar ziehen im Herbst vor allem aufgrund des beginnenden Ausbildungsjahres in Betrieben und Hochschulen generell mehr Menschen in die Landeshauptstadt Sachsens als in den anderen Jahreszeiten - der Anteil am jährlichen Gesamtzuzug liegt im September und Oktober bei knapp 30 Prozent. Der diesjährige Zuwachs wird aber nicht zuletzt der TU Dresden zugeschrieben, die verstärkt um Studierende wirbt.

Ein neuer Rekord ist auch beim Zuzug aus dem Ausland zu vermelden. In den beiden Monaten kamen 1.785 Ausländer nach Dresden, im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum noch 1.380. (szo)
Translate
German Chinese (Traditional) English French Italian Japanese Polish Russian Spanish Vietnamese
Schlagzeilen
28. September 2011

Wohnen in guter Lage wird deutlich teurer

Die Nachfrage steigt schneller als das Angebot

In Dresden nimmt die Zahl der Haushalte ständig zu. Das liegt am Bevölkerungswachstum seit der Jahrtausendwende, an einem verstärkten Zuzug

Weiterlesen...
 
Preisspiegel Sachsen 2011

Immobilienmarkt zieht an

Die Mieten in Sachsen und Sachsen-Anhalt steigen vor allem in den Großstädten leicht an.

Weiterlesen...
 
22. November 2011

Landeshauptstadt verzeichnet im Herbst neuen Zuzug-Rekord

Im September und Oktober zogen 8.312 Menschen nach Dresden. Auch für Ausländer wird die Elb-Metropole immer attraktiver. Nach Dresden sind im September und Oktober 8.312 Menschen gezogen. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 837 oder elf Prozent mehr.

Weiterlesen...